Ein Klassiker bei jedem Bewerbungsgespräch ist die Frage: „Was sind denn Ihre Stärken und Schwächen?“
Wie reagieren Sie auf diese Frage? Welche Antworten werden erwartet? Hier die wichtigsten Hinweise zu dieser "gefürchteten" Frage
Schwächen und Stärken sind relativ. Je nach Aufgabengebiet sind die Ausprägungen und die Kompetenz (also eigentlich die Stärken) entscheidend. Als Beispiel kann eine „Mangelnde Teamfähigkeit“ auch aufzeigen, dass jemand hohe Fähigkeiten zu selbständigem arbeiten hat während andere sich immer im „Teamgeist“ verstecken müssen und selbständig nichts auf die Reihe bringen. Andererseits sollten Sie sich nicht vertrösten, indem Sie sich selber gut zusprechen „Ich bin halt so“. Je nach Aufgabengebiet und Ihren persönlichen Ziele sind gewisse Eigenschaften gefordert und andere nicht. Wichtig ist, dass Sie sich Ihren Ausprägungen und Fähigkeiten (also den Stärken und Schwächen) bewusst sind. Dann können Sie auch gezielt an Ihnen arbeiten.
Achtung: mit einem Seminarbesuch oder dem Lesen ist eine „Schwäche“ nicht ausgebügelt. Der kontinuierliche Wille und stetiges Arbeiten an einem selber führt zum Erfolg. Vergessen Sie aber nicht: Nobody is perfect und dies erwartet auch niemand von Ihnen. Ihre Stärken beweisen Ihnen auch, dass Sie sich im besagter Tätigkeit wohlfühlen. Also verbessern Sie vor allem Ihre Stärken und suchen Sie ein Arbeitsumfeld, in dem Ihre Stärken geschätzt werden und Sie diese auch nutzen können. So können Sie mit Leidenschaft und Befriedung arbeiten. Selbstmotivation und Freude bei der Arbeit sind das Ergebnis. Lassen Sie sich nicht in ein Cliché zwängen, dass Ihnen überhaupt nicht liegt, auch wenn der Job noch so verlockend wäre. Sie müssen vor allen Dingen etwas finden, dass Ihnen Spass macht. Der Erfolg lässt dann sicherlich nicht lange auf sich warten und das Geld lässt sich dann (fast) von alleine verdienen…
Verstellen Sie sich nicht bei einem Bewerbungsgespräch. Vergessen Sie nicht, dass Sie zwar einen Job suchen, aber wenn Sie sich nicht im neuen Umfeld sich selber sein können, passt der Job auch nicht zu Ihnen. Präsentieren Sie sich authentisch. Als Vorbereitung reflektieren Sie Fallbeispiele aus Ihrem bisherigem beruflichem oder privatem Alltag.
Vorsicht Falle: Fast alle nennen Ungeduld als Schwäche.
Von vielen Seiten hört man als Ratschlag: Pack deine Schwäche ein und verkaufe Sie als Stärke. Und in den meisten Fällen wird Ungeduld genannt. Wenn die Rekrutierungsperson tagtäglich diese Antwort hört, können Sie sich vorstellen,wie Sie eingeschätzt werden bei einer solchen Antwort.
Schwächen zu kennen heisst damit umgehen zu können. Jeder hat diese und darum kann jeder dazu stehen. Wichtig ist, dass im privaten Umfeld zum Beispiel der Partner oder Partnerin die Schwächen ergänzen und unterstützen kann bzw. in einem Team im Beruf der eigene Platz und die möglichen Rollen klar sind. So kann jeder sich einbringen und die Schwächen akzeptieren und so weit wie nötig daran arbeiten. Wichtig ist, dass man sich von einer Schwäche nicht überraschen lässt. Seien Sie ehrlich und wählen Sie als Beispiel eine Schwäche, die für den Traum-Job nicht relevant ist. Durch die Ehrlichkeit und der Vermeidung der Plattitüde „Meine Schwäche ist die Ungeduld“ sammeln Sie Pluspunkte.
Wie gehen Sie um mit Ihren Schwächen?
Der Interviewer will neben Ehrlichkeit auch wissen, wie Sie mit Ihrer Schwäche umgehen. Wählen Sie ein repräsentatives Fallbeispiel und zeigen Sie auf, wie Sie damit umgehen. Dadurch zeigen Sie auch Ihre Persönlichkeit. Wichtig ist, dass Sie eine Lösung finden im Umgang mit Ihren Schwächen und Charakterstärke zeigen. Hand aufs Herz: jeder hat Schwächen und eine ehrlich kommunizierte Schwäche macht jemanden doch sympathisch (ausser Sie beichten Ihre regelmässigen cholerischen Wutausbrüche).
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