Wie bereiten Sie sich vor?
Informieren Sie sich über die aktuellen branchenüblichen Löhne. Fragen Sie dazu Arbeitskollegen, Freunde und Bekannte, um sich ein Bild machen zu können. Nutzen Sie die Suchmaschine im Internet und finden Sie einen Lohnrechner, der Ihnen eine gute Indikation über die branchenüblichen Löhne gibt. Wichtig ist, dass Sie sich über Ihre eigenen Leistungen bewusst sind. Welchen effektiven Mehrwert habe ich meinem Arbeitgeber in der letzten Zeit gebracht? Welchen ausserordentlichen Effort habe ich geleistet, damit die Ziele erreicht werden konnten?Wenn Sie sich über Ihre Leistungen für die Firma bewusst sind, können Sie diese zum richtigen Zeitpunkt im Verhandlungsgespräch vorbringen und damit gezielt punkten. Informieren Sie sich auch über die finanzielle Situation Ihres Arbeitgebers (Jahresgewinn, Jahresumsatz) sowie die Prognosen für die Zukunft. So sind Sie für das Gespräch gewappnet.
Wie vereinbaren Sie den Termin für das Lohnverhandlungsgespräch?
Verpacken Sie Ihren Lohnwunsch und vereinbaren Sie einen Termin über Ihre zukünftigen Entwicklung im Unternehmen sowie eine etwaige Lohnanpassung (nicht Lohnerhöhung…sonst klingen gleich die Alarmglocken). Durch diese Aussage weisen Sie Ihren Vorgesetzten darauf hin, dass Sie sich weiterentwickeln möchten und stets das Ziel haben, einen Mehrwert für Ihren Arbeitgeber zu leisten. Geben Sie auf keinen Fall den Eindruck, dass Sie dem Geld hinterher rennen.
Welche Gründe führen Sie an für die gewünschte Lohnerhöhung?
Niemand gibt Ihnen einfach mehr Geld, weil Sie mehr Geld wünschen…aber wenn Sie Ihren Wert herausstreichen, lässt sich dies mit der gewünschten Lohnvorstellung verbinden. Zeigen Sie Ihre Leistungen für die Firma, Ihr angesammeltes Wissen (Selbststudium, Spezialwissen, Arbeitserfahrung, Kurse, Diplome, Universität etc.), Ihre Arbeit heute und mögliche Zukunftspläne (Mehr Verantwortung, neue Aufgabenbereiche, erhöhte Zielvorgaben etc.) aus. Alles, was ausserhalb des normalen Aufgabenfeldes liegt, erhöht Ihren Wert und Ihre Möglichkeiten für eine Lohnerhöhung.
Wie sagen Sie die gewünschte Lohnerhöhung?
Sie haben es geschafft. Ihr Vorgesetzter fragt Sie, wieviel Sie sich denn so vorgestellt haben…was antworten Sie? Nennen Sie keinen fixen Betrag, aber betonen Sie, dass er Ihnen ein faires Angebot unterbreiten soll (wer ist nicht gerne fair), dass auf Ihr Wissen, Ihr Aufgabengebiet, die aufgzeigten Erfolge und Verantwortlichkeiten zugeschnitten ist. Wenn Sie zuviel verlangen, bringt Sie das wieder in Rücklage und wenn Sie zuwenig verlangen, haben Sie das Potenzial nicht ausgeschöpft. Verhandeln Sie erst, wenn Sie ein erstes Angebot auf dem Tisch haben.
Was machen Sie bei Gegenargumenten?
Pech gehabt. Ihr Vorgesetzter erwidert Ihnen, dass das Budget für das Jahr ausgeschöpft ist und die Vorgaben der Firma keinen Raum für Lohnerhöhung bieten (wer hat diese Antwort nicht schon erlebt?). Bleiben Sie nicht stumm wie ein Fisch. Argumentieren Sie, dass es gut ist, dass Sie jetzt über die Situation Bescheid wissen. Jedoch gerade in „schwierigeren“ Zeiten ist es um so wichtiger, dass die qualifiziertesten Mitarbeiter in der Firma bleiben, um die Firma zum gewünschten Erfolg zu bringen. Wenn Ihre vorgängigen Abklärungen andere Zahlen und Fakten ergeben haben, können Sie diese ebenfalls erwähnen. Das zeigt auch, dass Sie vorbereitet sind und professionell arbeiten.
Was machen Sie, wenn Ihr Chef Ihren Vorschlag ablehnt?
Ihr Vorgesetzter bleibt trotz Ihrer hervorragenden Argumentation stur und ist nicht bereit, Ihnen eine Lohnerhöhung zu gewähren. Fragen Sie nach den konkreten Gründen. Bitten Sie Ihren Vorgesetzten, die Antwort nochmals zu überdenken und vereinbaren Sie dafür einen neuen Termin. Dadurch hat Ihr Vorgesetzter nochmals Zeit, in aller Ruhe seine Antwort zu überdenken.
Sind Sie sich Ihren Stärken und Leistungen in Ihrer Firma bewusst und weisen Sie ruhig darauf hin. Dadurch haben Sie alle Trümpfe im Ärmel. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung.
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